Yerevan

efdler_yerevan_julia_01Julia Maucher
aus Bad Wurzach

Stadt / Land:
Yerevan, Armenien

Aufnahmeorganisation:
WIYU – World Independent Youth Union

Projekttitel, Projektnummer:
EVS in Armenia

Bereich, Dienstzeit:
15.12.2008 – 01.07.2009

Projekt:
„Nrani“ NGO was established in 2007 in Yerevan. The target group of the NGO is children with physical and mental disabilities. There are two groups of children. The first group includes 0-3 year old children and the main beneficiaries of the second group are pre-school-age children (from 4 to 6).

 

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Hier bei mir in Armenien ist alles im Lot. Nach einem sehr, sehr, sehr milden Winter, besonders für Armenien (wir hatten kaum Schnee und die Temperaturen waren nicht so eisig wie in Deutschland), kündigt sich der Frühling schon seit einigen Wochen an. Eine schön warme Frühlingssonne scheint, es grünt und die Stadt und die Menschen wachen aus ihrem Winterschlaf auf. Die Menschen sehen freundlicher aus, Straßencafés laden zum Genießen ein und man möchte so viel Zeit wie möglich im Freien verbringen. Doch auch während der Winterzeit war ich viel außerhalb Yerevans unterwegs und habe das Land erkundet. Beinahe jedes Wochenende machen wir mit anderen EVS’lern und Lokals Trips in die Umgebung. Die Natur ist hier wirklich atemberaubend: wunderschöne Berge und Wälder direkt vor der Haustüre. Auch mit den Kids aus dem Waisenhaus sind wir nun öfters draußen unterwegs. Kaum komme ich zur Tür herein, heißt es von allen Seiten „Walk! Walk! Walk!“

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Seit zwei Wochen bin ich auch in meiner riesigen Wohnung nicht mehr so alleine. Zwei Mitbewohnerinnen und „Arbeitskolleginnen“ aus Italien und Rumänien sind angekommen und wir verstehen uns super. Jetzt werden wir zusammen versuchen, unsere Wohnung etwas gemütlicher und bewohnbarer zu machen, denn wir haben zwar eine total neu renovierte Wohnung, aber nur sehr spartanisch eingerichtet. So haben wir zum Beispiel keine Schränke oder Regale für unsere Sachen und im Wohnzimmer steht ein Tisch mit drei Hockern. Zumindest ein Sofa und Regale wollen wir durchsetzen. Auch mit dem versprochenen Internet in der Wohnung gab es bis jetzt noch Probleme, aber uns wurde zugesagt, dass es spätestens Ende des Monats soweit sein wird. Na hoffentlich.

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Anfang Februar hatte ich mein „On-Arrival-Training“. Nach sieben Wochen etwas spät, da von Ankommen keine Rede mehr war, aber es war eine gute Möglichkeit, Kontakte mit anderen Freiwilligen auch aus anderen Städten in Armenien zu knüpfen. Ende April werde ich voraussichtlich meine Mid-Term-Evaluation haben.

Ende März / Anfang April plane ich einen Trip nach Georgien/Aserbaidschan/Iran mit einem anderen EVS’ler aus England. Momentan sind wir damit beschäftigt, Visaangelegenheit zu regeln, unsere Route festzulegen, …

Bis jetzt habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, mich für einen EFD entschieden zu haben. Ich bin dankbar für all die Erfahrungen, die ich jeden Tag mache – ob schöne oder schwierige. Wenn ich die zwei Neuankömmlinge sehe, wird mir jedes Mal wieder bewusst, wie viel ich schon erlebt efdler_yerevan_julia_05 und gelernt habe. An dieser Stelle auch noch mal ein Danke­schön für eure Be­mühungen und die Möglichkeit einen EFD machen zu können. Ich denke, der Einladung auf einen Kaffee in Stuttgart werde ich nach meiner Rück­kehr mit Sicherheit folgen.

Alles Liebe,
Julia aus Armenien

E-Mail: juliarmeniengmail.com