Mesnali

efdler_mesnali_01Andreas Gratz
aus Malsch / Karlsruhe

Wohnort:
Mesnali, Norwegen

Aufnahmeorganisation:
Norwegian Mission Society (NMS)

Projekttitel, Projektnummer:
Mesnali Ungdomssenter og Leirskole MUL, 2007-NO-47

Bereich, Dienstzeit:
Cultural differences, Educational difficulties, Health problems. 01.10.2008 – 01.10.2009

Projekt:
MUL: Create a centre for encountering for children and young people with the following aims:
1. learn to know each other and respect people from different cultures and backgrounds
2. educate young people to respect and love the nature, participate in organised bird-research (bird-ringing)
3. challenge them to reach new goals through sport and activities in the nature, so they can be proud of themselves.
4. offer meaningful experiences in the nature for people suffering from cancer (Montebello­senteret)

Herzliche Grüße Euch allen aus Norwegen!
Meine Reise nach Norwegen war schön: zuerst mit zwei Flügen (Umsteigen in Berlin) nach Kopenhagen. Die Überfahrt auf der “Crown of Scandinavia“ war schön windig und etwas regnerisch, aber auch mit Sonnenschein. Die Einfahrt in den Oslofjord am Tag darauf war aufregend: die vielen Inseln und das langsam vor einem auftauchende Oslo. Oslo ist sicherlich eine der schönsten Städte, die ich kenne: klein, wunderbare Lage, schöne Häuser und vieles mehr.
Als ich dann in Mesnali (mein norwegischer Heimatort, ca. 800 Einwohner, 15 km östlich von Lillehammer) ankam, das ca. 400 Meter höher liegt als Lillehammer, war’s wieder wolkenverhangen. Das habe ich gleich in den ersten Tagen gelernt: auch in Ostnorwegen ändert sich das Wetter stündlich.

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Der Anfang im Ungdomssenter (Jugendheim) Mesnali war nicht leicht: Die ersten zweieinhalb Wochen war ich mit Arbeiten im Holz oder in der Küche beschäftigt, bis die erste Schulklasse gekommen ist. Dann habe ich die eigentlichen Tätigkeiten ausgeführt: Kanu fahren mit den Kindern, oder Klettern, wobei es sich hier um eine drei Meter hohe Felswand in der Umgebung handelt.

efdler_mesnali_03 Ich wohne in einem eigenen Apartment im Haus meines Chefs ,,Ingvald“. Er hat mich und den anderen Freiwilligen aus Italien auch schon zu einer Vogelberingungsaktion eingeladen und zeigt den Kindern oder Jugendlichen, die unser Jungendheim besuchen, wie man Vögel fängt und sie beringt.

Glücklicherweise habe ich in den zwei Monaten, seit denen ich hier bin, auch schon einige Kontakte außerhalb des Jugendheims knüpfen können und zwei Ein-Tages-Touren gemacht: einmal über die zweithöchste Straße Norwegens am höchsten Gebirge Skandinaviens vorbei und einmal zum berühmten Geirangerfjord. Des Weiteren habe ich in Lillehammer eine schöne, smarte katholische Kirche gefunden, wo man nach dem Gottesdienst gemütlich beisammen sitzt.

Alles zusammengefasst geht es mir hier doch sehr gut, auch wenn es einiges zu ändern gilt, was ja auch irgendwie ein Ansporn sein kann.:)

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So hat mich ein junger Sportlehrer der Gruppe, die in der ganzen letzten Septemberwoche hier war, auf ein Sportjugendtreffen von mehr als 1000 Jugendlichen aus Norwegen, Schweden und sämtlichen Ländern hier in Lillehammer für die vier Tage vor Neujahr eingeladen – als Leiter oder Teilnehmer. Das sind vier Tage Aktivitäten, wie Bobfahren, Curling, Skifahren, alles was man sich vorstellen kann.

efdler_mesnali_05Ich bin nun gerade zurück von meinem Ankunftsseminar am wunderschönen Hardangerfjord. Wir hatten tolle Aktivitäten, auch wenn ich die meiste Zeit an Krücken gehen musste, da ich am ersten Tag mit meinem rechten Bein unglücklich aufgekommen bin.

So, das war nun mein erstes offizielles Lebenszeichen aus Norwegen. Da ich aber nicht so häufig Zuhause bin, könnt ihr mir ja per E-Mail schreiben.

Weitere Berichte sind hier zu lesen:
Meine ersten Monate.pdf

E-Mail: andygratzgmx.de